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Steinzeitdorf Randau

Letzte Änderung: 25. November 2021

Eingangsbereich des Steinzeitdorfes
Eingangsbereich des Steinzeitdorfes

Winterpause 2021/2022

Im November 2021 verabschiedete sich das Steinzeitdorf in die Winterpause. Am Sonntag, 1. Mai 2022 wird voraussichtlich der Start in die Sommersaison 2022 vollzogen werden.

Zu unseren Öffnungszeiten und Eintrittspreisen…

Wir freuen uns auf Rollis. Hunde sind willkommen.

Schulunterricht an der frischen Luft zu Coronazeiten

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Backofenüberdachung

Zeitreise am Elberadweg

Eine Zeitreise führt Sie an den Stadtrand von Magdeburg in das Randauer Freilichtmuseum zurück in die mehr als 3.000 Jahre dauernde Jungsteinzeit (Neolithikum, ca. 5.500 – 2.050 v. Chr.), in die Zeit der ersten Ackerbauern und Viehzüchter Mitteleuropas.

Die ersten Ackerbauern und Viehzüchter

Die jungsteinzeitlichen Kulturen der zugewanderten Ackerbauern und Viehzüchter vollzogen den neolithischen Übergang vor 7.500 bis 7.000 Jahren in Mitteleuropa. Der allmähliche Übergang vom Wildbeutertum zur Ära der Bauern war ein radikaler Kulturwandel in der Menschheitsgeschichte. Es begann die Inbesitznahme und Umgestaltung der Natur durch den Wechsel von der aneignenden zur produzierenden Nahrungs- und Materialbeschaffung der Menschen Mitteleuropas.

Steinzeitdorf Randau

1898 entdeckte der tschechische Universalgelehrte Jára Cimrman während seiner Kreuzhorstexpedition erste Spuren steinzeitlicher Sied­lungsreste. Der Förderverein Randau verwirklichte rund 100 Jahre später sein Ver­mächt­nis.

Lage am Elberadweg

Das mehr als zwei Hektar große Steinzeitdorf in Magdeburg-Randau liegt am Elberadweg Hamburg-Dresden und am Erlebnispfad Elbaue und kann bequem zu Fuß oder im Rollstuhl erkundet werden. Man findet es rechtselbisch (an der Ostseite der Elbe) zwischen Magdeburg und Schönebeck in der malerischen Kreuzhorstregion.

Das Steinzeitdorf Randau besteht aus Häusern, Nebenhäusern und einer Befestigungsanlage aus der frühen und der späten Jungsteinzeit. Beim Bau beschränkte man sich weitestgehend auf die historischen Techniken. Die gewaltigen Dimensionen der steinzeitlichen Bauten in Randau beeindrucken noch heute.

Das älteste Haus Mitteldeutschlands

Hier findet man das wohl älteste Haus im heutigen Mitteldeutschland. Es stammt aus der Zeit der Linienbandkeramiker. Davor lebten die Menschen nicht sesshaft.

Linienbandkeramik-Kultur, frühe Jungsteinzeit

Alltagsleben

Die Überreste des mehr als 7.300 Jahre alte Langhaus der Linienbandkeramik-Kultur, dessen Nachgestaltung im Museumsdorf Randau besichtigt werden kann, wurden rund 25 km von Randau ausgegraben. Solche Häuser wurden bereits 3.000 Jahre vor den ägyptischen Pyramiden errichtet!

Langhaus der Linienbandkaramiker
Langhaus der Linienbandkeramiker

Rituelles Leben

Im 130 km entfernten Goseck zwischen Naumburg und Weißenfels können Sie eine Kreisgrabenanlage der Linienbandkeramik-Kultur besuchen. Das Rondell wurde vor rund 6.900 Jahren Jahren errichtet und wurde rund 200 Jahre zur Bestimmung der Sonnenwenden genutzt. Mutmaßlich spiegelt diese Anlage ein neolithische Weltbild, bestehend aus der Oberwelt, der Unterwelt und dem Himmel wider.

Schönfelder Kultur, späte Jungsteinzeit

Alltagsleben

Erleben Sie im Freilichtmuseum Magdeburg-Randau die faszinierende Rekonstruktion eines vor Ort ausgegrabenen rund 4.500 Jahre alten jungsteinzeitlichen Pfostenhauses der Schönfelder Kultur. Das war 200 Jahre vor der Entstehung des benachbarten Ringheiligtums Pömmelte.

Solch ein Pfostenhaus ist so alt wie die altägyptische Cheops-Pyramide oder die Megalithkreise von Stonehenge. Die riesigen Abmessungen des Langhauses betragen (LxBxH) 21,3 x 5,5 x 5,6 m.

Langhaus der Schönfelder Kultur
Langhaus der Schönfelder Kultur

In dem fensterlosen Lehmgebäude mit Schilfdach lebte eine Sippe von zehn bis 20 Personen auf engstem Raum mit Rindern, Schafen, Ziegen und Schweinen zusammen.

Rituelles Leben

Rund 10 km vom Steinzeitdorf Randau entdeckten Archäologen eine Art mitteleuropäisches Stonehenge. Das Ringheiligtum Pömmelte war am Ende der Jungsteinzeit und zu Beginn der Bronzezeit eine bedeutende Kultstätte. Hier waren drei Kulturen kontinuierlich aktiv. Vor 4.800 Jahren errichteten die Schnurkeramiker ein Hügelgrab. Vor 4.300 Jahren wurde das Ringheiligtum Pömmelte von den Glockenbecherleuten errichtet. Vor 4.050 Jahren wurde das Ringheiligtum von der Aunjetitzer Kultur (ca. 4. 200 – 3.550 vor heute) niedergelegt und und in der Nachbarschaft ein Heiligtum der Frühbronzezeit neu errichtet.