{"id":1205,"date":"2021-06-10T13:43:38","date_gmt":"2021-06-10T11:43:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steinzeitdorf-randau.de\/?page_id=1205"},"modified":"2021-10-11T15:36:33","modified_gmt":"2021-10-11T13:36:33","slug":"grubenhaus","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.steinzeitdorf-randau.de\/?page_id=1205","title":{"rendered":"Grubenhaus"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"684\" src=\"https:\/\/www.steinzeitdorf-randau.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/DSC_2522a-1024x684.jpg\" alt=\"Grubenhaus\" class=\"wp-image-221\" srcset=\"https:\/\/www.steinzeitdorf-randau.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/DSC_2522a-1024x684.jpg 1024w, https:\/\/www.steinzeitdorf-randau.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/DSC_2522a-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.steinzeitdorf-randau.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/DSC_2522a-768x513.jpg 768w, https:\/\/www.steinzeitdorf-randau.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/DSC_2522a.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption><span class=\"has-inline-color has-light-green-cyan-color\">mittelalterliches Grubenhaus<\/span><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Grubenhaus<\/h3>\n\n\n\n<p>Das rekonstruierte Grubenhaus in Randau basiert auf Funden auf dem Magdeburger Domplatz. Sie wurden nach mittelslawischer Keramikware des 8. bis 10. Jahrhunderts datiert. Die Grubenh\u00e4user m\u00fcssen vor 955 aufgelassen worden sein, da sie von Resten des Ottonischen Doms \u00fcberlagert wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die \u00dcberreste von Grubenh\u00e4usern kann man an scharf begrenzten dunklen Verf\u00e4rbungen im gewachsenen Boden erkennen. Grubenh\u00e4user sind zumeist eine mittelalterliche Hausform mit unterschiedlichen Funktionen, wie z. B. Wohnhaus, Winterhaus und Webhaus. Sie sind vom Grubenhaus mit Trockenmauern des Mittelalters mindestens bis in die R\u00f6merzeit, im Gebirge bis ins Neolithikum zur\u00fcckverfolgbar. Die wichtigsten Merkmale von Grubenh\u00e4user sind:<\/p>\n\n\n\n<ul><li>Geradlinige Verf\u00e4rbungsgrenzen mit rechtwinkligen Ecken,<\/li><li>nahezu senkrechte Wandungen im Profil,<\/li><li>waagerechte Grubensohle,<\/li><li>eine Feuerstelle in einer Ecke auf der Grubensohle, zumeist aus zugerichteten Feldsteinen. Wegen der Brandgefahr waren die Feuerstellen wahrscheinlich als geschlossene \u00d6fen und nicht als offene Herde ausgef\u00fchrt.<\/li><li>(Schwer erkennbare) Pfostenl\u00f6cher an den Ecken und am Grubenrand als Reste der Wandkonstruktion,<\/li><li>manchmal Steinlagen von Trockenmauern,<\/li><li>Die Tiefe der Grubenh\u00e4user liegt zwischen 0,5 und 1,2 m. M\u00f6glicherweise waren sie in Abh\u00e4ngigkeit vom Grundwasserstand noch tiefer,<\/li><li>Im Gebirge wurden Grubenh\u00e4user sogar in den anstehenden Felsen eingetieft,<\/li><li>teilweise wurden h\u00f6lzerne Fussb\u00f6den eingebaut.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Die Bauform war zumeist ein quadratischer Blockbau mit einer Seitenl\u00e4nge von 3,0 bis 4,5 m oder ein rechteckiger Pfostenbau mit Lehmw\u00e4nden mit einer Breite von 2 bis 3 m und einer L\u00e4nge von 4 bis 8 m. Quadratische Blockbauh\u00e4user sind die zwei rekonstruierten slawischen H\u00e4user auf dem Gemeindehof im Nachbardorf Pechau.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Grubenhaus Das rekonstruierte Grubenhaus in Randau basiert auf Funden auf dem Magdeburger Domplatz. Sie wurden nach mittelslawischer Keramikware des 8. bis 10. Jahrhunderts datiert. Die Grubenh\u00e4user m\u00fcssen vor 955 aufgelassen worden sein, da sie von Resten des Ottonischen Doms \u00fcberlagert wurden. 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